Geschichtliches der Hans-Christian-Andersen Grundschule

Am 30.09.1972 wurde die Hans-Christian-Andersen Grundschule unter dem Namen Volksschule 21 am Stralsunder Ring als erste Grundschule in Westhagen eröffnet. Die Bedingungen waren am Anfang alles andere als ideal. Es gab keinen Schulhof, keine Turnhalle und keinen Sportplatz, die alle erst in den folgenden Jahren entstanden.

Das Schulgebäude selbst wurde aus Kostengründen sehr einfach geplant und errichtet. Ein schmucklos wirkender Bau aus Beton-, Glas- und Metallbauteilen. Die Schülerzahl wuchs von Tag zu Tag. Waren es am Anfang noch 327 Schülerinnen und Schüler, so stieg diese Zahl schon bis zum nächsten Schuljahr auf 456 an, die in 16 Klassen unterrichtet wurden.Die Anzahl der Unterrichtsräume war in diesen Jahren stets geringer als die gebildete Anzahl von Klassen, so dass "Wanderklassen" eingerichtet werden mussten. Ein weiteres Manko waren die fehlenden Gruppenräume. Nur jeder dritte Unterrichtsraum verfügte über einen solchen Raum. Erst Jahre später, durch zurückgehende Schülerzahlen bedingt, gestaltete sich das Raumangebot als angemessen für die pädagogischen Aufgaben an dieser Schule.

Wie ein roter Faden zieht sich die multikulturelle Zusammensetzung der Schülerschaft durch die Geschichte der Hans-Christian-Andersen Grundschule. Schon im Gründungsjahr besuchten Kinder aus 13 Nationen die Einrichtung. Waren es anfangs überwiegend Kinder aus Italien, Afghanistan, Liberia, Jugoslawien, Spanien und dem Norden der UdSSR, so änderte sich im Laufe der 80`er Jahre diese Zusammensetzung. Heute kommen die Kinder zum größten Teil aus den arabisch sprechenden Ländern des südlichen und östlichen Teils des Mittelmeerraumes, aus den Balkanstaaten sowie aus osteuropäischen Ländern. Unter ihnen viele Spätaussiedler.

Es war und ist eine Stärke dieser Schule, sich auf die unterschiedlichen Mentalitäten dieser Kinder einzustellen. Sie alle mit außergewöhnlichem Einsatz und vor allem mit Zuwendung zu jedem einzelnen Kind zu einer funktionierenden Gemeinschaft ohne Abneigung und Vorurteile zusammenzuführen.

Der Name "Hans-Christian-Andersen Grundschule" entstand nach einer langen Phase der Namenssuche. Ende 1974 gab es einen Grundsatzbeschluss der Gesamtkonferenz: Weg von der Schule mit der Nummer 21, hin zu einem Namen, mit dem man sich identifizieren konnte. Als Vorschlag wurde der Name "Albert Schweitzer", beziehungsweise der Name einer Stadt in der damaligen DDR, in Anlehnung an die Straßennamen des Umfeldes, genannt. Gut ein Jahr später, am 20.01.1976, wurden dann drei Vorschläge der Gesamtkonferenz zur Abstimmung vorgestellt.

1. Wilhelm-Busch Schule
2. Hans-Christian-Andersen Schule
3. Albert-Schweitzer Schule

Die Gesamtkonferenz beschloss, die Vorschläge vom Schulelternrat beraten zu lassen, um dann in einer folgenden Konferenz einen Beschluss zu fassen. Diese Konferenz fand am 27.04.1976 statt. Aus dem Dreiervorschlag war ein Fünfervorschlag geworden. Zu den o.g. Vorschlägen kamen folgende Vorschläge hinzu:

4. Schule am Stralsunder Ring
5.Schule Westhagen-Süd

Die Gesamtkonferenz entschied sich mehrheitlich für den Vorschlag Nummer 5. Die Schule trug für die nächsten 10 Jahre diesen Schulnamen. Am 12.05.1986 legte der Schulelternrat der tagenden Gesamtkonferenz den Antrag vor, die Schule in "Hans-Christian-Andersen Grundschule" umzubenennen. Auslöser war, dass die in unmittelbarer Nachbarschaft der Grundschule gelegene Sonderschule 3 sich den Namen "Astrid-Lindgren-Schule" gegeben hatte. Da der Antrag nicht auf der Tagesordnung gestanden hatte, war eine Beschlussfassung aber nicht möglich. Die Gesamtkonferenz am 08.09.1986 fasste mit 17 Ja-Stimmen, bei 4 Enthaltungen, den Beschluss, die Schule künftig "Hans-Christian-Andersen Grundschule" zu nennen. Nach der Genehmigung durch den Schulträger am 12.02.1987 kam es am 18./19. September 1987 im Rahmen eines Schulfestes zur feierlichen Enthüllung des neuen und bis heute bestehenden Namens am Schulgebäude.